Spielort

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Wir möchten Sie alle recht herzlich in der Neuen Aula willkommen heißen. Neue Aula heißt dieses Gebäude, weil es nach einer Grundsanierung im Jahr 2013 ein komplett neues Gesicht erhalten hat und allen vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen angepasst wurde.
Erbaut wurde die Theateraula 1974, noch von der eigenständigen Stadt Belecke. Di 1975 neu gegründete Stadt Warstein hat in den folgenden Jahren ein breitgefächertes Kulturangebot erstellt, dass jedoch im Zuge der leeren Kassen leider im Umfang immer mehr abnahm und an Attraktivität verlor. Von anfänglichen über 20 Stücken in einer Spielsaison, die im beliebten Abonnement angeboten wurden, waren wir in den 2000-er Jahren froh, wenn noch vier Stücke pro Jahr in der Aula auf die Bühne kamen.
Regelmäßig mit dabei waren wir stets vom Belecker Laienspiel.
20 Stücke für Erwachsene und 24 Theaterstücke für Kinder haben wir hier bis zur vorläufigen Schließung im Jahr 2012 jeweils mehrfach in einer Saison gespielt.
Nur durch genaues Lesen der städtischen Veröffentlichungen, ist damals aufgefallen, dass beabsichtigt wurde, wegen technischer und baulicher Mängel und neuer Brandbestimmungen die Aula komplett zu schließen. Das Laienspiel hat daraufhin während seiner Aufführung im November 2010 eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Theaters gestartet und einen entsprechenden Antrag an die Stadt Warstein gestellt. Durch Sondergenehmigungen durfte bis Ende 2012 die Aula weiter betrieben werden. Mit unserem Musical Peter Pan schloss sich für uns vorläufig der Vorhang in der Theater Aula Belecke zum Jahresende.
Unser kleiner Verein konnte jedoch die Rettung der Aula allein nicht stemmen. Deshalb haben wir parteiübergreifend kulturinteressierte Politiker und Bürger der Stadt um Hilfe gebeten. Daraus entstand dann die KI, die Kulturinitiative Warstein.
In Eigenregie kümmert sich heute ein sehr reges Leitungs-Team unter ihrem Vorsitzenden Mike Römer um die Verwaltung und Organisation des Gebäudes, um ein abwechslungsreiches Musik-, Theater- und Kabarett-Programm und um die Koordination der Nutzung durch die verschiedenen Warsteiner Kultur-Vereine, die für dieses schöne Gebäude kostenlos ist. Lediglich die entstehenden Kosten werden natürlich in Rechnung gestellt.
Weit über 100 Veranstaltungen hat die Kultur Initiative Warstein bereits auf die Beine gestellt.
Seit einem Jahr findet regelmäßig einmal im Monat das sogenannte DoKino, das Donnerstag Kino statt. Dann werden hier ausgewählte Filme in einer Spitzenqualität gezeigt. Zusätzlich wird ein Kino Programm für Kinder angeboten.
Mit dem Kino stehen bei KI im Jahr 2017 36 Programmpunkte auf dem Jahreskalender.
Das Belecker Laienspiel hat seit der Einweihung der Neuen Aula im Jahr 2014 bereits wieder fünf Stücke auf die Bühne gebracht. Schillers Klassiker Kabale und Liebe und vier Märchenstücke. Unsere Kinderstücke werden seit vielen Jahren von allen Grundschulen der Stadt Warstein besucht. Wir bieten somit Jahr für Jahr günstig Kultur für jeweils ca. 1200 Kinder an. Unsere Darsteller sind zum großen Teil auch Kinder und Jugendliche. Bei den letzten Theateraufführungen waren immer über 40 Schauspieler aktiv dabei.
Vorrangig ist die Aula als Multifunktionale Halle für das angrenzende Schulzentrum umgestaltet worden. Anstelle der festen Bestuhlung, wie sie noch im hinteren Teil und oben auf dem Rang zu sehen ist, werden nun die Reihen durch einzelne Stühle zusammenstellt und bieten im unteren Saal Platz für 300 Zuschauer. Durch den neu eingezogenen, jetzt ebenen Fußboden sind wir so flexibel, dass auch bis zu 32 Tische gestellt werden können oder der komplette Raum frei geräumt werden und somit für Konzerte mit 550 Stehplätzen genutzt werden kann.
Durch die neuen großen Fensterausschnitte in der Betonaußenwand links und rechts im Saal kann nun Tageslicht einfallen, das für den hier fast täglich stattfindenden Unterricht unbedingt notwendig ist.
Im Unteren Foyer der Aula können Lesungen, Sitzungen und Unterricht abgehalten werden.
Auf dem Rang finden nach wie vor 150 Zuschauer Platz.
Die Bühne selbst hat sich hinter dem Vorhang von der bespielbaren Fläche her nicht verändert. Lediglich die Vorbühne ist um einige Meter in der Tiefe geschrumpft. Wir haben keinen Orchestergraben mehr und die Bühne ist zu unserem Bedauern nicht mehr einen Meter hoch, sondern nur noch 55 cm.
Die gute Akustik ist geblieben. Deshalb können Darsteller oder Redner auch ohne die Hilfe von Mikrophonen vom Publikum auf allen Plätzen verstanden werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch Sie zu einem unserer nächsten Stücke in der neuen Aula begrüßen dürften.

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